Allgemeine Bedingungen für Lieferung von Maschinen und Zubehör der 3D-Micromac AG

I.                     All­ge­mei­ne Be­stim­mun­gen

1.  Für den Umfang der vertraglich geschuldeten Leistung ist, soweit keine anderweitige Vereinbarung getroffen wurde, ausschließlich die Auftragsbestätigung des Lieferers maßgebend. Erst durch dessen Auftragsbestätigung werden Verpflichtungen für ihn begründet. . All­ge­mei­ne Ge­schäfts­be­din­gun­gen des Be­stel­lers gel­ten je­doch nur in­so­weit, als der Lie­fe­rer oder Lei­sten­de (im Fol­gen­den: Lie­fe­rer) ih­nen aus­drück­lich zu­ge­stimmt hat.

2.  Soweit kein Pflichtenheft vereinbart wurde, gelten die Anlagebeschreibungen des Lieferers wie angeboten und vorgetragen. Schutzvorschriften im Sinne der Unfallverhütungsvorschriften werden mitgeliefert, wie vereinbart.

3.  Änderungen der Konstruktion, der Werkstoffwahl, der Spezifikation und der Bauart behält sich der Lieferer auch nach Auftragsbestätigung vor, sofern diese Änderungen weder der Auftragsbestätigung noch der Spezifikation des Bestellers widersprechen.

4.  An Ko­sten­vor­an­schlä­gen, Zeich­nun­gen und an­de­ren Un­ter­la­gen (im Fol­gen­den: Un­ter­la­gen) be­hält sich der Lie­fe­rer sei­ne ei­gen­tums- und ur­he­ber­recht­li­chen Ver­wertungs­rech­te un­ein­ge­schränkt vor. Die Un­ter­la­gen dür­fen nur nach vor­he­ri­ger Zu­stim­mung des Lie­fe­rers Drit­ten zu­gäng­lich ge­macht wer­den und sind, wenn der Auf­trag dem Lie­fe­rer nicht erteilt wird, die­sem auf Ver­lan­gen un­ver­züg­lich zu­rück­zu­ge­ben. Die Sät­ze 1 und 2 gel­ten ent­spre­chend (für Un­ter­la­gen des Be­stel­lers: die­se dür­fen auch sol­chen Drit­ten zu­gäng­lich ge­macht wer­den, de­nen der Lie­fe­rer zu­lässigerweise Lie­fe­run­gen über­tra­gen hat.

5.  Der Besteller hat an der vom Lieferer erworbenen Soft­ware ein nicht aus­schließ­li­ches Recht zur Nut­zung mit den ver­ein­bar­ten Lei­stungs­merk­ma­len in  un­ver­än­der­ter Form auf den ver­ein­bar­ten Medien. Der Be­stel­ler darf oh­ne aus­drück­li­che Ver­ein­ba­rung ei­ne Si­cher­heits­ko­pie nicht er­stel­len. Für die vom Lieferer entwickelte und gelieferte Software gelten die Lizenzbedingungen des Lieferers.

6.  Teill­ie­fe­run­gen sind zu­läs­sig, so­weit sie dem Be­stel­ler zu­mut­bar sind.

7.  Liegen Muster, Zeichnungen und Modelle des Bestellers der Lieferung zugrunde, übernimmt der Besteller die Haftung dafür, dass Schutzrechte Dritter nicht verletzt werden. 

II.                   Prei­se und Zah­lungs­be­din­gun­gen

1.  Die Prei­se ver­ste­hen sich ab Werk aus­schließ­lich Ver­packung, Versand und zu­züg­lich der je­weils gel­ten­den ge­setz­li­chen Um­satz­steu­er.

2.  Hat der Lie­fe­rer die Auf­stel­lung oder Mon­ta­ge über­nom­men und ist nicht et­was an­de­res ver­ein­bart, so trägt der Be­stel­ler ne­ben der ver­ein­bar­ten Ver­gü­tung al­le er­for­der­li­chen Ne­ben­ko­sten wie Rei­se­ko­sten, Ko­sten für den Trans­port des Hand­werks­zeugs und des per­sön­li­chen Ge­päcks und Aus­lö­sun­gen.

3.  Zah­lun­gen sind frei Zahl­stel­le des Lie­fe­rers zu lei­sten.

4.  Der Be­stel­ler kann nur mit sol­chen For­de­run­gen auf­rech­nen, die un­be­strit­ten oder rechts­kräf­tig fest­ge­stellt sind. 

III.                  Ei­gen­tums­vor­be­halt

1.  Die Ge­gen­stän­de der Lie­fe­run­gen (Vor­be­halts­wa­re) blei­ben Ei­gen­tum des Lie­fe­rers bis zur Er­fül­lung sämt­li­cher ihm ge­gen den Be­stel­ler aus der Ge­schäfts­ver­bin­dung zu­ste­hen­den An­sprü­che. So­weit der Wert al­ler Si­che­rungs­rech­te, die dem Lie­fe­rer zu­ste­hen, die Hö­he al­ler ge­si­cher­ten An­sprüche um mehr als 20 % über­steigt, wird der Lie­fe­rer auf Wunsch des Be­stel­lers einen ent­spre­chen­den Teil der Si­che­rungs­rech­te frei­ge­ben.

2.  Wäh­rend des Be­ste­hens des Ei­gen­tums­vor­be­halts ist dem Be­stel­ler ei­ne Ver­pfän­dung oder Si­che­rungs­über­eig­nung un­ter­sagt und die Wei­ter­ver­äu­ße­rung nur Wie­der­ver­käu­fern im ge­wöhn­li­chen Ge­schäfts­gang und nur un­ter der Be­din­gung ge­stat­tet, dass der Wie­der­ver­käu­fer von sei­nem Kun­den Be­zah­lung er­hält oder den Vor­be­halt macht, dass das Ei­gen­tum auf den Kun­den erst über­geht, wenn die­ser sei­ne Zah­lungs­ver­pflich­tun­gen er­füllt hat.

3.  Bei Pfän­dun­gen, Be­schlag­nah­men oder son­sti­gen Ver­fü­gun­gen oder Ein­grif­fen Drit­ter hat der Be­stel­ler den Lie­fe­rer un­ver­züg­lich zu be­nach­rich­ti­gen.

4.  Bei Pflicht­ver­let­zun­gen des Be­stel­lers, ins­be­son­de­re bei Zah­lungs­ver­zug, ist der Lie­fe­rer nach er­folg­lo­sem Ab­lauf ei­ner dem Be­stel­ler ge­setz­ten an­ge­mes­se­nen Frist zur Lei­stung zum Rück­tritt und zur Rück­nah­me be­rech­tigt; die ge­setzlichen Be­stim­mun­gen über die Ent­behr­lich­keit ei­ner Frist­set­zun­g blei­ben un­be­rührt. Der Be­stel­ler ist zur Her­aus­ga­be ver­pflich­tet.


IV.                 Fri­sten für Lie­fe­run­gen; Ver­zug

1.  Die Lieferzeit ergibt sich aus der speziellen Vereinbarung der Parteien. Fristen und Termine sind nur verbindlich, wenn sie als solche ausdrücklich vereinbart wurden.
Die Ein­hal­tung von Fri­sten für Lie­fe­run­gen setzt den recht­zei­ti­gen Ein­gang sämt­li­cher vom Be­stel­ler zu lie­fernd­en Un­ter­la­gen, er­for­der­li­chen Ge­neh­mi­gun­gen und Frei­ga­ben, ins­be­son­de­re von Plä­nen, so­wie die Ein­hal­tung der ver­ein­bar­ten Zah­lungs­be­din­gun­gen und son­sti­gen Ver­pflich­tun­gen durch den Be­stel­ler sowie die Klärung aller nachträglich entstandenen technischen Fragen vor­aus. Wer­den die­se Vor­aus­set­zun­gen nicht recht­zei­tig er­füllt oder werden nach Vertragsschluss Veränderungen vereinbart, so ver­län­gern sich die Fri­sten an­ge­mes­sen; die­s gilt nicht, wenn der Lie­fe­rer die Ver­zö­ge­rung zu ver­tre­ten hat.

2.  Ist die Nicht­ein­hal­tung der Fri­sten auf hö­he­re Ge­walt zu­rück­zu­füh­ren, ver­län­gern sich die Fri­sten entsprechend bzw. an­ge­mes­sen.

3.  Kommt der Lie­fe­rer in Ver­zug, kann der Be­stel­ler - so­fern er glaub­haft macht, dass ihm hier­aus ein Scha­den ent­stan­den ist - ei­ne Ent­schä­di­gung für je­de voll­en­de­te Wo­che des Ver­zugs von je 0,5 %, ins­ge­samt je­doch höch­stens 5% des Hersteller-Prei­ses für den Teil der Lie­fe­run­gen ver­lan­gen, der we­gen des Ver­zugs nicht in zweck­dien­li­chen Be­trieb ge­nom­men wer­den konn­te.

4.  So­wohl Scha­dens­er­satz­an­sprü­che des Be­stel­lers we­gen Ver­zö­ge­rung der Lie­fe­rung als auch Scha­dens­er­satz­an­sprü­che statt der Lei­stung, die über die in Nr. 3 ge­nann­ten Gren­zen hin­aus­ge­hen, sind in al­len Fäl­len ver­zö­ger­ter Lie­fe­rung auch nach Ab­lauf ei­ner dem Lie­fe­rer et­wa ge­setz­ten Frist zur Lie­fe­rung, aus­ge­schlos­sen. Dies gilt nicht, so­weit in Fäl­len des Vor­sat­zes, der gro­ben Fahr­läs­sig­keit oder we­gen der Ver­let­zung des Le­bens, des Kör­pers oder der Ge­sund­heit zwin­gend ge­haf­tet wird. Vom Ver­trag kann der Be­stel­ler im Rah­men der ge­setz­li­chen Be­stim­mung­en nur zu­rück­tre­ten, so­weit die Ver­zö­ge­rung der Lie­fe­rung vom Lie­fe­rer zu ver­tre­ten ist. Ei­ne Än­de­rung der Be­weis­last zum Nach­teil des Be­stel­lers ist mit den vor­ste­hen­den Re­ge­lun­gen nicht ver­bun­den.

5.  Der Be­stel­ler ist ver­pflich­tet, auf Ver­lan­gen des Lie­fe­rers in­ner­halb ei­ner an­ge­mes­se­nen Frist zu er­klä­ren, ob er we­gen der Ver­zö­ge­rung der Lie­fe­rung vom Ver­trag zu­rück­tritt oder auf der Lie­fe­rung be­steht.


6.  Wer­den Ver­sand oder Zu­stel­lung auf Wunsch des Be­stel­lers um mehr als ei­nen Mo­nat nach An­zei­ge der Ver­sand­be­reits­chaft ver­zö­gert, kann dem Be­stel­ler für je­den an­ge­fan­ge­nen Mo­nat La­ger­geld in Hö­he von 0,5% des Prei­ses der Ge­gen­stän­de der Lie­fe­rung, höch­stens je­doch ins­ge­samt 5%, be­rech­net wer­den. Der Nach­weis hö­he­rer oder nied­ri­ge­rer La­ger­ko­sten bleibt den Ver­trags­par­tei­en un­be­nom­men.


V.                   Ge­fah­renü­ber­gang


1.  Die Ge­fahr geht auch bei fracht­frei­er Lie­fe­rung wie folgt auf den Be­stel­ler über:
a) bei Lie­fe­run­gen oh­ne Auf­stel­lung oder Mon­ta­ge, wenn sie zum Ver­sand ge­bracht oder ab­ge­holt wur­den sind. Auf Wunsch und Ko­sten des Be­stel­lers wer­den Lie­fe­run­gen vom Lie­fe­rer ge­gen die üb­li­chen Trans­por­tri­si­ken ver­si­chert;
b) bei Lie­fe­rung mit Auf­stel­lung oder Mon­tag am Ta­ge der Über­nah­me in ei­ge­nen Be­trieb oder, so­weit ver­ein­bart, nach ein­wand­frei­em Pro­be­be­trieb.

2.  Wenn der Ver­sand, die Zu­stel­lung, der Be­ginn, die Durch­füh­rung der Auf­stel­lung oder Mon­ta­ge, die Über­nah­me in ei­ge­nen Be­trieb oder der Pro­be­be­trieb aus vom Be­stel­ler zu ver­tre­ten­den Grün­den ver­zö­gert wird oder der Be­stel­ler aus son­sti­gen Grün­den in An­nah­me­ver­zug kommt, so geht die Ge­fahr auf den Be­stel­ler über.  

VI.                 Auf­stel­lung und Mon­ta­ge

Für die Auf­stel­lung und Mon­ta­ge gel­ten, so­weit nichts an­de­res schrift­lich ver­ein­bart ist, fol­gen­de Be­stim­mun­gen:

1.  Der Be­stel­ler hat auf sei­ne Ko­sten zu über­neh­men und recht­zei­tig zu stel­len:
a) al­le Erd-, Bau- und son­sti­gen bran­chen­frem­den Ne­ben­ar­bei­ten ein­schließ­lich der da­zu be­nö­tig­ten Fach- und Hilfs­kräf­te, Bau­stof­fe und Werk­zeu­ge,
b) die zur Mon­ta­ge und In­be­trieb­set­zung er­for­der­li­chen Be­darfs­ge­gen­stän­de und -stof­fe, wie Ge­rü­ste, Hebe­zeu­ge und an­de­re Vor­rich­tun­gen, Brenn­stof­fe und Schmier­mit­tel,
c) Ener­gie und Was­ser ab der Ver­wen­dungs­stel­le ein­schließ­lich der An­schlüs­se, Hal­te­rung und Be­leuch­tung,
d) bei der Mon­ta­ge­stel­le für die Auf­be­wah­rung der Ma­schi­nen­tei­le, Appa­ra­tu­ren, Ma­te­ria­li­en, Werk­zeu­ge usw. ge­nü­gend gro­ße, ge­eig­ne­te, trocke­ne und ver­schließ­ba­re Räu­me und für das Mon­ta­ge­per­so­nal an­ge­mes­se­ne Ar­beits- und Auf­ent­halts­räu­me ein­schließ­lich den Um­stän­den an­ge­mes­se­ner sa­ni­tä­rer An­la­ge; im Üb­ri­gen hat der Be­stel­ler zum Schutz des Be­sit­zes des Lie­fe­rers und des Mon­ta­ge­per­so­nals auf der Bau­stel­le die Maß­nah­men zu tref­fen, die er zum Schutz des ei­ge­nen Be­sit­zes er­grei­fen wür­de,
e) Schutz­klei­dung und Schutz­vor­rich­tun­gen, die in Fol­ge be­son­de­rer Um­stän­de der Mon­ta­ge­stelle er­for­der­lich sind.

2.  Vor Be­ginn der Mon­ta­ge­ar­bei­ten hat der Be­stel­ler die nö­ti­gen An­ga­ben über die La­ge ver­deckt ge­führ­ter Strom-, Gas-, Was­ser­lei­tun­gen oder ähn­li­che An­la­gen so­wie die er­for­der­li­chen sta­ti­schen An­ga­ben un­auf­ge­for­dert zur Ver­fü­gung zu stel­len.

3.  Vor Be­ginn der Auf­stel­lung oder Mon­ta­ge müs­sen sich die für die Auf­nah­me der Ar­bei­ten er­for­der­li­chen Bei­stel­lun­gen und Ge­gen­stän­de an der Auf­stel­lungs- oder Mon­ta­ge­stel­le be­fin­den und al­le Vor­ar­bei­ten vor Be­ginn des Auf­bau­es so­weit fort­ge­schrit­ten sein, dass die Auf­stel­lung oder Mon­ta­ge ver­ein­ba­rungs­ge­mäß be­gon­nen und oh­ne Un­ter­bre­chung durch­ge­führt wer­den kann. An­fuhr­we­ge und der Auf­stel­lung- oder Mon­ta­ge­platz müs­sen ge­eb­net und ge­räumt sein.

4.  Ver­zö­gern sich die Auf­stel­lung, Mon­ta­ge oder In­be­trieb­nah­me durch nicht vom Lie­fe­rer zu ver­tre­ten­de Um­stän­de, so hat der Be­stel­ler in an­ge­mes­se­nem Um­fang die Ko­sten für War­te­zeit und zu­sätz­lich er­for­der­li­che Rei­sen des Lie­fe­rers oder des Mon­ta­ge­per­so­nals zu tra­gen.

5.  Der Be­stel­ler hat dem Lie­fe­rer wö­chent­lich die Dau­er der Ar­beits­zeit des Mon­ta­ge­per­so­nals so­wie die Be­en­di­gung der Auf­stel­lung, Mon­ta­ge oder In­be­trieb­nah­me un­ver­züg­lich zu be­schei­ni­gen.

6.  Ver­langt der Lie­fe­rer nach Fer­tig­stel­lung die Ab­nah­me der Lie­fe­rung, so hat sie der Be­stel­ler in­ner­halb von zwei Wo­chen vor­zu­neh­men. Ge­schieht dies nicht, so gilt die Ab­nah­me als er­folgt. Die Ab­nah­me gilt gleich­falls als er­folgt, wenn die Lie­fe­rung - ge­ge­be­nen­falls nach Ab­schluss ei­ner ver­ein­bar­ten Test­pha­se - in Ge­brauch ge­nom­men wor­den ist. 


VII.                Abnahme


1.  Die Abnahme erfolgt nach Fertig- bzw. Abnahmebereitschaftsmeldung durch den Lieferer und findet grundsätzlich in dessen Räumen statt. Die Abnahme ist seitens des Bestellers durch eine von ihm autorisierte Person vorzunehmen.

2.  Mit der Abnahme des Produktes wird bekundet und bestätigt: Funktionsfähigkeit, Mechanik, Pneumatik, elektrische Installation, Programmierung, Sicherheit und Dokumentation der Steuerung und Schaltung.


3.  Der Be­stel­ler darf die Abnahme von Lie­fe­run­gen we­gen un­er­heb­li­cher Män­gel nicht ver­wei­gern.


VIII.              Sach­män­gel


Für Sach­män­gel haf­tet der Lie­fe­rer wie folgt:

1.  Al­le die­je­ni­gen Tei­le oder Lei­stun­gen sind nach Wahl des Lie­fe­rers un­ent­gelt­lich nach­zu­bes­sern, neu zu liefern oder neu zu er­brin­gen, die in­ner­halb der Ver­jäh­rungs­frist - oh­ne Rück­sicht auf die Be­triebs­dau­er - ei­nen Sach­man­gel auf­wei­sen, so­fern die­ser be­reits im Zeit­punkt des Ge­fah­rü­ber­gangs vor­lag.

2.  Sach­män­ge­lan­sprü­che ver­jähren in 12 Mo­na­ten. Dies gilt nicht, so­weit das Ge­setz ge­mäß §§ 438 Abs. 1 Nr. 2 (Bau­wer­ke und Sa­chen für Bau­wer­ke),479 Abs.1 (Rück­griffs­an­spruch) und 834a Abs. 1 Nr. 2 (Bau­män­gel) BGB län­ge­re Fri­sten vor­schreibt so­wie in Fäl­len der Ver­let­zung des Le­bens, des Kör­pers oder der Ge­sund­heit, bei ei­ner vor­sätz­li­chen oder grob fahr­läs­si­gen Pflicht­ver­let­zung des Lie­fe­rers und bei arg­li­sti­gem Ver­schwei­gen ei­nes Man­gels Die ge­setz­li­chen Fri­sten über Ab­lauf­hem­mung, Hem­mung und Neu­be­ginn blei­ben un­be­rührt.

3.  Der Be­stel­ler hat Sach­män­gel ge­gen­über dem Lie­fe­rer un­ver­züg­lich schrift­lich zu rü­gen.

4.  Bei Män­gel­rü­gen dür­fen Zah­lun­gen des Be­stel­lers in ei­nem Um­fang zu­rück­ge­hal­ten wer­den, die in ei­nem an­ge­mes­se­nen Ver­hält­nis zu den auf­ge­tre­te­nen Sach­män­geln ste­hen. Der Be­stel­ler kann Zah­lun­gen nur zu­rück­hal­ten, wenn ei­ne Män­gel­rü­ge gel­tend ge­macht wird, über de­ren Be­rech­ti­gung kein Zwei­fel be­ste­hen kann. Er­folg­te die Män­gel­rü­ge zu Un­recht, ist der Lie­fe­rer be­rech­tigt, die ihm ent­stan­de­nen Auf­wen­dun­gen vom Be­stel­ler er­setzt zu ver­lan­gen.

5.  Zu­nächst ist dem Lie­fe­rer Ge­le­gen­heit zur Nach­er­fül­lung in­ner­halb an­ge­mes­se­ner Frist zu ge­wäh­ren.

6.  Schlägt die Nach­er­fül­lung fehl, kann der Be­stel­ler - un­be­scha­det et­wai­ger Scha­den­er­satz­an­sprü­che ge­mäß Ar­ti­kel XI.- vom Ver­trag zu­rück­tre­ten oder die Ver­gü­tung min­dern.

7.  Män­gel­an­sprü­che be­ste­hen nicht­ bei nur un­er­heb­li­cher Ab­wei­chung von der ver­ein­bar­ten Be­schaf­fen­heit , bei nur un­er­heb­li­cher Ab­wei­chung von der ver­ein­bar­ten Be­ein­träch­ti­gung der ­Brauch­bar­keit, bei na­tür­li­cher Ab­nut­zung oder Schä­den, die nach dem Ge­fah­rü­ber­gang in­fol­ge feh­ler­haf­ter oder nach­läs­si­ger Be­hand­lung, über­mä­ßi­ger Be­an­spru­chung, un­ge­eig­ne­ter Be­triebs­mit­tel, man­gel­haf­ter Bau­ar­bei­ten, un­ge­ei­gne­ten Bau­grun­des oder die auf­grund be­son­de­rer äu­ße­re­r Ein­flüs­se ent­stehen, die nach dem Ver­trag nicht vor­aus­ge­setzt sind, so­wie bei nicht re­pro­du­zier­ba­ren Rohwarefeh­lern. Wu­rden vom Be­stel­ler oder vom Drit­ten un­sach­ge­mäß Än­de­run­gen oder In­stand­set­zungs­ar­bei­ten vor­ge­nom­men, so be­ste­hen für die­se und die dar­aus ent­ste­hen­den Fol­gen eben­falls kei­ne Män­gel­an­sprü­che.

8.  An­sprü­che des Be­stel­lers we­gen der zum Zweck der Nach­er­fül­lung er­for­der­li­chen Auf­wen­dun­gen, ins­be­son­de­re Trans­port-, We­ge-, Ar­beits- und Ma­te­ri­al­ko­sten, sind aus­ge­schlos­sen, so­weit die Auf­wen­dun­gen sich er­hö­hen, weil der Ge­gen­stand der Lie­fe­rung nach­träg­lich an ei­nen an­de­ren Ort als die Nie­der­las­sung des Be­stel­lers ver­bracht wor­den ist, es sei denn, die Ver­brin­gung ent­spricht sei­nem be­stim­mungs­ge­mä­ßen Ge­brauch.

9.  Rück­griffs­an­sprü­che des Be­stel­lers ge­gen den Lie­fe­rer ge­mäß § 478 BGB (Rück­griff des Un­ter­neh­mers) be­ste­hen nur in­so­weit , als der Be­stel­ler mit sei­nem Ab­neh­mer kei­ne über die ge­setz­li­chen Män­gel­an­sprü­che hin­aus­ge­hen­den Ver­ein­ba­run­gen ge­trof­fen hat. Für den Um­gang des Rück­griff­san­spru­chs des Be­stel­lers ge­gen den Lie­fe­rer und des­sen Er­fül­lungs­ge­hil­fen we­gen ei­nes Sach­man­gels sind aus­ge­schlos­sen.
 
IX.                 Ge­werb­li­che  Schutz­rech­te und Ur­he­ber­rech­te: Rechts­män­gel

1.  So­fern nicht an­ders ver­ein­bart, ist der Lie­fe­rer ver­pflich­tet, die Lie­fe­rung le­dig­lich im Land des Lie­fe­rers frei von ge­wer­blichen Schutz­rech­ten und Ur­he­ber­rech­ten Drit­ter (im Fol­gen­den: Schutz­rech­te) zu er­brin­gen. So­fern ein Drit­ter we­gen der Ver­let­zung  von Schutz­rech­ten durch vom Lie­fe­rer er­brach­te, ver­trags­mä­ßi­g ge­nutz­te Lie­fe­run­gen ge­gen den Be­stel­ler be­rech­tig­te An­sprü­che  er­hebt., haf­tet der Lie­fe­rer ge­gen­über dem Be­stel­ler in­ner­halb der in Ar­ti­kel VI­II Nr. 2 be­stimm­ten Frist wie folgt:
a) Der Lie­fe­rer wird nach sei­ner Wahl und auf sei­ne Ko­sten für die be­tref­fen­den Lie­fe­run­gen ent­we­der ein Nut­zungs­recht er­wir­ken, sie so än­dern, dass das Schutz­recht nicht ver­letzt wird, oder aus­tau­schen. Ist dies dem Lie­fe­rer nicht zu an­ge­mes­sen Be­din­gun­gen mög­lich, ste­hen dem Be­stel­ler die ge­setz­li­chen Rück­griffs- und Min­de­rungs­rech­te zu.

b) Die Pflicht des Lie­fe­rers zur Lei­stung von Scha­den­er­satz rich­tet sich nach Ar­ti­kel XI. c) Die vor­ste­hend ge­nann­ten Ver­pflich­tun­gen des Lie­fe­rers be­ste­hen nur, so­weit der Be­stel­ler den Lie­fe­rer über die vom Drit­ten gel­tend ge­mach­ten An­sprü­che un­ver­züg­lich schrift­lich ver­ständ­lich ver­stän­digt, ei­ne Ver­le­tzung nicht an­er­kennt und dem Lie­fe­rer al­le Ab­wehrmaßnahmen und Ver­gleichs­ver­hand­lun­gen vor­be­hal­ten blei­ben. Stellt der Be­stel­ler die Nut­zung der Lie­fe­rung aus Scha­dens­min­de­rungs- oder son­sti­gen wich­ti­gen Grün­den ein, ist er ver­pflich­tet, den Drit­ten da­rauf hin­zu­wei­sen, dass mit der Nut­zungs­ein­stel­lung kein An­er­kennt­nis ei­ner Schutz­rechts­ver­let­zung ver­bun­den ist.


2.  An­sprü­che des Be­stel­lers sind aus­ge­schlos­sen, so­weit er die Schutz­rechts­ver­let­zung ver­bun­den hat.

3.  An­sprü­che des Be­stel­lers sind fer­ner aus­ge­schlos­sen, so­weit die Schutz­rechts­ver­let­zung durch spe­ziel­le Vor­ga­ben des Be­stel­lers, durch ei­ne vom Lie­fe­rer nicht vor­aus­seh­ba­re An­wen­dung oder da­durch ver­ur­sacht wird, dass die Lie­fe­rung vom Be­stel­ler ver­än­dert oder zu­sam­men mit nicht vom Lie­fe­rer ge­lie­fer­ten Pro­duk­ten ein­ge­setzt wird.

4.  Im Fal­le von Schutz­rechts­ver­let­zun­gen gel­ten für die in Nr. 1 a) ge­re­gel­ten An­sprü­che des Be­stel­lers im Üb­ri­gen die Be­stim­mun­gen des Art. VI­II Nr. 4, 8 und 9 ent­spre­chend.

5.  Bei Vor­lie­gen son­sti­ger Rechts­män­gel gel­ten die Be­stim­mun­gen des Art. VI­II ent­spre­chend.


6.  Wei­ter­ge­hen­de oder an­de­re als die in die­sem Art. IX ge­re­gel­ten An­sprü­che des Be­stel­lers ge­gen den Lie­fe­rer und des­sen Er­fül­lungs­ge­hil­fen we­gen ei­nes Rechts­man­gels sind aus­ge­schlos­sen.


X.                   Un­mög­lich­keit: Ver­trags­an­pas­sung

1.  So­weit die Lie­fe­rung un­mög­lich ist, ist der Be­stel­ler be­rech­tigt, Scha­den­er­satz zu ver­lan­gen, es sei denn, dass der Lie­fe­rer die Un­mög­lich­keit nicht zu ver­tre­ten hat, je­doch be­schränkt sich der Scha­den­er­satz­an­spruch des Be­stel­lers auf 10 % des Wer­tes des­je­ni­gen Teils der Lie­fe­rung, der we­gen der Un­mög­lich­keit nicht in zweck­dien­li­chen Be­trieb ge­nom­men wer­den kann. Die­se Be­schrän­kung gilt nicht, so­weit in Fäl­len des Vor­sat­zes, der gro­ben Fahr­läs­sig­keit oder we­gen der Ver­let­zung des Le­bens, des Kör­pers oder der Ge­sund­heit zwin­gend ge­haf­tet wird; ei­ne Än­de­rung der Be­weis­last zum Nach­teil des Be­stel­lers ist hier­mit nicht ver­bun­den. Das Recht des Be­stel­lers zum Rück­tritt vom Ver­trag bleibt un­be­rührt.


2.  So­fern un­vor­her­seh­ba­re Er­eig­nis­se im Sin­ne von Art. IV, Nr. 2 die wirt­schaft­li­che Be­deu­tung oder den In­halt der Lie­fe­rung er­heb­lich ver­än­dern oder auf den Be­trieb des Lie­fe­rers er­heb­lich ein­wir­ken, wird der Ver­tra­g un­ter Be­ach­tung von Treu und Glau­ben an­ge­mes­sen an­ge­passt. So­weit dies wirt­schaft­lich nicht ver­tret­bar ist, steht dem Lie­fe­rer das Recht zu, vom Ver­trag zu­rück­zu­tre­ten. Will er von die­sem Rück­tritts­recht Ge­brauch ma­chen, so hat er dies nach Er­kennt­nis der Trag­wei­te des Er­eig­nis­ses un­ver­züg­lich dem Be­stel­ler mit­zu­tei­len und zwar auch dann, wenn zu­nächst mit dem Be­stel­ler ei­ne Ver­län­ge­rung der Lie­fer­zeit ver­ein­bart war.


XI.                 Son­sti­ge Scha­den­er­satz­an­sprüche

1.  Scha­dens- und Auf­wen­dungs­er­satz­an­sprü­che des Be­stel­lers (im fol­gen­den: Scha­den­er­satz­an­sprü­che), gleich aus wel­chem Rechts­grund, ins­be­son­de­re we­gen Ver­let­zung von Pflich­ten aus dem Schuld­ver­hält­nis und aus un­er­laub­ter Hand­lung, sind aus­ge­schlos­sen.

2.  Dies gilt nicht, so­weit zwin­gend ge­haf­tet wird, z. B. nach dem Pro­dukt­haf­tungs­ge­setz, in Fäl­len des Vor­sat­zes, der gro­ben Fahr­läs­sig­keit, we­gen der Ver­let­zung des Le­bens, des Kör­pers oder der Ge­sund­heit, we­gen der Ver­let­zung we­sent­li­cher Ver­trags­pflich­ten. Der Scha­den­er­satz­an­spruch für die Ver­let­zung we­sent­li­cher Ver­trags­pflich­te­n ist je­doch auf den ver­trag­sty­pi­schen, vor­her­seh­ba­ren Scha­den be­grenzt, so­weit nicht Vor­satz oder gro­be Fahr­läs­sig­keit vor­liegt oder we­gen der Ver­let­zung des Le­bens, des Kör­pers oder der Ge­sund­heit ge­haf­tet wird. Ei­ne Än­de­rung der Be­weis­last zum Nach­teil des Be­stel­lers ist mit den vor­ste­hen­den Re­ge­lun­gen nicht ver­bun­den.

3.   So­weit der Be­stel­ler nach die­sem Art. XI Scha­den­er­satz­an­sprü­che zu­steh­en, ver­jäh­ren die­se mit Ab­lauf der für Sach­män­ge­lan­sprü­che gel­ten­den Ver­jäh­rungs­frist ge­mäß Art. VI­II Nr. 2. Bei Scha­den­er­satz­an­sprü­chen nach dem Pro­dukt­haf­tungs­ge­setz gel­ten die ge­setz­li­chen Ver­jäh­rungs­vor­schriften. 

XII.                Musterfertigung

1.   Musterbaufristen sind nur annähernd zu verstehen, es sei denn, der Lieferer hat schriftlich eine ausdrücklich für verbindlich erklärte Zusage für einen bestimmten Termin gegeben.

2.   Wird vor Ausführung von Mustern/Prototypen die Vorlage eines Kostenvoranschlages gewünscht, so ist dies ausdrücklich anzugeben. Die Kosten für den Voranschlag sind zu vergüten, auch wenn die Arbeit nicht in Auftrag gegeben wird.

3.   Erstmuster dienen grundsätzlich auch der Feinabstimmung in der Produktion und in der Kommunikation zwischen Produktion und Auftraggeber sowie des Testes von Material- und Produktionsmöglichkeiten. Ein Rechtsanspruch auf perfekte Erstmuster schließt sich aus.

4.   Eine Funktionsfähigkeit der Muster kann nicht garantiert werden.

5.   Die Haftung des Lieferers richtet sich ausschließlich nach den einzelvertraglich getroffenen Vereinbarungen. Schadenersatzansprüche des Bestellers aus Verschulden bei Vertragsschluss, Verletzung vertraglicher Nebenpflichten und unerlaubter Haftung sind ausgeschlossen, es sei denn, sie beruhen auf grobem Verschulden durch den Lieferer oder eines seiner Erfüllungsgehilfen. Bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten haftet der Lieferer auch bei leichter Fahrlässigkeit; in diesem Falle beschränkt sich dessen Haftung jedoch auf den Ersatz vorhersehbarer und typischer Schäden.

6.   Diese Ansprüche verjähren 1 Jahr nach dem Empfang der Ware bzw. Annahme der Leistung durch den Käufer.

7.   Ansprüche aus dem Produkthaftungsgesetz bleiben von den vorstehenden Regelungen unberührt. 

XIII.              Ge­richts­stand und an­wend­ba­res Recht

1.   Al­lei­ni­ger Ge­richts­stand ist, wenn der Be­stel­ler Kauf­mann ist, bei al­len aus dem Ver­trags­ver­hält­nis un­mit­tel­bar oder mit­tel­bar sich er­ge­ben­den Strei­tig­kei­ten der Sitz des Lie­fe­rers. Der Lie­fe­rer ist je­doch auch be­rech­tigt, am Sitz des Be­stel­lers zu kla­gen.

2.   Für die Rechts­be­zie­hun­gen im Zu­sam­men­hang mit die­sem Ver­trag gilt deut­sches ma­te­ri­el­les Recht un­ter Aus­schluss des Über­ein­kom­mens der Ver­ein­ten Na­tio­nen über Ver­trä­ge über den In­ter­na­tio­na­len Wa­ren­kauf (CISQ). 

XIV.              Ver­bind­lich­keit des Ver­tra­ges

Der Ver­trag bleibt auch bei recht­li­cher Un­wirk­sam­keit ein­zel­ner Be­stim­mun­gen in sei­nen üb­ri­gen Tei­len ver­bind­lich. Das gilt nicht, wenn das Fest­hal­ten an den Ver­trag ei­ne un­zu­mut­ba­re Här­te für ei­ne Par­tei dar­stel­len wür­de.

Chemnitz, 1. Juni 2009

Dipl.-Ing. Tino Petsch                            Dipl.-Ing. Jens Hänel
Vorstand                                              Vorstand

 

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